Dandrio-Zapportpass-Zapporthütte

 

 

 Längster Zustieg zur Zapporthütte.

 

Sehr spannende grösstenteils weglose Route vom Val Malvaglia über einsame Alpen und schöne Gletscher, immer mit Blick auf die 3000er der Region.

In Dandrio gibt es eine Pension, das Ristoro Alpino Fürbeda (077 439 40 35), von da an beginnt die Tour auf der Strasse nach Fontanè, ab jetzt gilt es die Wanderschuhe gut zu schnüren. In Fontanè überquert man den Orino und wandert bis zu P.1352 am Westufer des Baches um dort wieder die Seite zu wechseln. Der Weg führt jetzt steil durch Wald bis auf die Höhe der Alp Piano di Pena. Langsam verlässt man den Wald und gelangt über Alpweiden zum P.2063. Hier verlässt man den Alpweg und gelangt durch Schafweiden steil bis zum Talkessel Gane Scuf. Weiter führt die Route durch das Geröllfeld Varuzzera bis zu den Platten von Lògia über welche man den Ghiacciaio di Giumello erreicht, nun über den Gletscher bis zum Zapportpass P.3044.

Auf der Nordseite des Zapportpasses betritt man bald den Zapportgletscher, welchen man mit wenig Höhenverlust zuerst in Richtung Nordwest und dann in Richtung Nord überquert, immer an der Steilstufe des Rheinquellhorns entlang bis unter die Paradieshüreli. Jetzt geht es durch Felsbänder und Schafweiden immer nordwärts durch die Paradieschöpf bis man auf der Höhe, wo das Clubhüttentäli in den Hinterrhein mündet, den Rhein überquert. Die letzten 20 Minuten wandert man über dem Rhein Richtung Osten bis zur Zapporthütte.

Bis gegen Ende August kann der Übergang über den Rhein erst weit hinten im Ursprung möglich sein und es muss mit einer Stunde mehr Zeit gerechnet werden.

 

Zeit 7h, Länge 12 km, Aufstieg 1900 m, Abstieg 800 m, Schwierigkeit T5 (nicht markiert)

Beschrieb im SAC Clubführer Tessineralpen 3, Route Nr. 805 a+b

Karten:

1:50000: 266 Valle Leventina, 267 San Bernardino,

1:25000: 1273 Biasca, 1253 Olivone, 1254 Hinterrhein

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Fontanè, hier wechselt man auf die Westseite des Orino.

Die Schafweiden unterhalb Gane Scuf  und Rheinquellhorn.

Hinter den Platten von Lògia betritt man den Ghiacciaio di Giumello über welchen man den Zapportpass erreicht. Im Hintergrund der Pizzo de Stabi.

Von Lògia aus reicht der Blick schon bis zu Monterosa, Matterhorn und Dom.

Im Herbst, wenn der Zapportgletscher ausgeapert ist, ist man froh, wenn die Steigeisen oder Grödel nicht zuhause geblieben sind.

Unter den Paradieshüreli verlässt man den Gletscher, um durch die Bänder der Paradieschöpf den Rhein zu erreichen. Während der Schneeschmelze oder nach starkem Regen muss man mit einem Umweg bis zu hinterst im Ursprung, und einer zusätzlichen Marschzeit von ca. einer Stunde rechnen, wenn der Rhein beim Clubhüttentälli nicht überquert werden kann.